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Artikel: "Lausitzer Rundschau"  Frühjahr 2002

„Rocket“ nach einem gemeinsamen Auftritt mit Dave Dee.

Denn vor der Eröffnung der Biergartensaison - wie immer traditionell am l. Mai ab 10 Uhr - war das vorerst der letzte dieser Abende. Zeit zum Kurieren wäre dann bis zum September. Erst dann heißt es wieder „Time to remember" - an so manchem Wochenende. „Rocket" - morgen Abend im Brauhaus Radigk. Der Einlass beginnt ab 19 Uhr.

Wobei „das Beste" doch ein recht dehnbarer Begriff ist! Wer
allerdings die Heuler von „Sweet",   „Slade",   „Status Quo", den „Beatles", „Stones" und all den anderen dazuzählt, ist an diesem Tag im Brauhaus richtig gut aufgehoben, denn die Power-Rocker aus Sachsen verstehen ihr Handwerk, was man sicher schon nach den ersten Klängen hören kann. Selbst einen Muskelkater darf man locker riskieren.

Finsterwalde (pm/leh). Time to remember - so das Motto des Abends, wenn die Jungs, nebst Mädel, von „Rocket" die Bühne im ersten Stock des Brauhauses betreten. Angesagt ist all jenes, was schon in den zurückliegenden Wochen und Monaten stets für ein volles Haus und gute Stimmung sorgte.
Wie heißt es doch immer so schön? „Das Beste aus vier Jahrzehnten Rock und Pop!"

„Rocket" aus Sachsen setzt den Schlusspunkt im Brauhaus Radigk

(Foto: PR)

Rock und Pop zumAbschluss

(C) 2010 MÜLLERMUGGE

Artikel: "Sächsischen Zeitung" 01.09.2010

Warum ein Lausitzer bei den Rattles singt

"The Rattles" sind seit 50 Jahren im Rockgeschäft. Auf ihrer Jubiläums-CD singt Michael Müller (kl.Foto) zwei Lieder.

 habe er gern angenom-men. Die Rattles seien am Ball geblieben und würden ihre Lieder in modernen Arrangements einspielen, sagt der 46-jahrige Oberlichtenauer. Er selbst hat in Schülerbands angefangen, Musik zu machen. Heute spielt er unter anderem vor Schülern, um ihnen die Geschichte des Rock und der Instrumente nahe zu bringen. Und ab und zu steht eben Spanien auf dem

auf ihre Seite ziehen, sagt Herbert Hildebrandt über Michael Müller. Also legte sich Hildebrandt Müllers Nummer zu und lud vor einem Jahr ins Studio ein. Müller sollte den Rattles nicht nur beim Blick über den musikalischen Tellerrand helfen, sondern auch das Umsetzen der Stücke unterstützen. Die Musiker hätten schnell einen Draht zueinander gefunden. Das findet auch Michael Müller. Freundschaftlich und ungezwungen sei das Arbeiten gewesen, erzählt er. Das Angebot, zwei Songs einzusingen und auf mehreren anderen den Hintergrund-Gesang zu unterstützen,

Programm. Auf der CD „Rattles 50"singt er die Titel „I miss you" und „You're no good“. Sie sind, wie alle neuen Stücke auf der CD, von Herbert Hildebrandt geschrieben. Der hat zwischendurch auch mal von den Beatles erzählt, berichtet Michael Müller, „Das klingt dann wie ein Märchen für mich", sagt er. Mit den Beatles waren die Rattles 1966 auf Deutschlandtournee, haben außerdem fünf Wochen lang mit den Stones gespielt. Voriges Jahr hat Hildebrandt Keith Richards und Mick Jagger vor einem Konzert getroffen. Gemeinsam habe man von alten Zeiten geplaudert.

Gemeinsame Konzerte

Ganz so weit ist Michael Müller noch nicht, aber er geht davon aus, dass sein Ausflug in die Rattles-Welt noch nicht der letzte war. Bei zwei Konzerten kurz vor Weihnachten wird er mit den Rattles in Hamburg auf der Bühne stehen, außerdem hofft er, dass Hildebrandt & Co. bald auch wieder in Sachsen spielen. Dann kann sich Michael Müller gut vorstellen, mit seinen Musikern als Vorband der Rattles zu agieren. Soweit ist es aber noch nicht, und im Tourkalender sind vorerst Weimar oder Potsdam als nächstgelegene Auftrittsorte angegeben. Doch der Kontakt ist da, und mit seiner „Entdeckung" in Spanien hatte Michael Müller zuvor ja auch nicht unbedingt gerechnet.

Nein mit sächsischen Musikern hatte Herbert Hildebrandt zuvor noch nicht zusammengearbeitet. Das räumt das Gründungsmitglied der „Ratlles" unumwunden ein. Er habe sich eher nach Amerika und Großbritannien umgeschaut und erst in den letzten Jahren festgestellt, dass man mit deutschen Kollegen einiges auf die Beine stellen konnte, sagt der Bassist.

Im spanischen Club entdeckt

Jetzt feiern die Rattles, die in den 60er und 70er Jahren im Windschatten von Beatles und Rolling Stones große Erfolge hatten, ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum. Auf der neuen CD ist auch Michael Müller aus Oberlichtenau bei Pulsnitz zu hören. Den hat Herbert Hildebrandt vor ein paar Jahren in Spanien in einem Hotel entdeckt, als Müller mit seinem Trio „Muellermugge“ in Urlauberclubs spielte. Es sei selten, dass Musiker so spontan auf ihr Publikum reagieren und es
  

Von Gabriel Wandt

Früher spielten die Rattles mit den Beatles und den Stones. Jerzt spielt Michael Müller aus Oberlichtenau auf der CD zum 50 jährigen Bestehen der Band mit.

Konzert. Die Kulturmüller
von Bischheim hatten am
Sohntag zu einer Nacht
des Rockes in historische
Gemäuer eingeladen.

Heiko Schreiber

So die beiden Freundinnen Sylvana Pletschke und Roswitha Riedel aus dem Haselbachtal: „Wir kennen die beiden Musiker schon viele Jahre, und finden solche Abende einfach genial", Ein anderer Gast aus Dresden, Ralf Schykowski, meinte: „Da kommen positive Erinnerungen an die eigene Jugend auf!"

Das richtige Erfolgsrezept

So ging eine sehr entspannte und von Künstlern und Zuhörern bei-derseitig aufgelockerte Rocknacht zu Ende. Die beiden Kulturmüller schwärmten jedenfalls im Nach-hinein: „Das war musikalisch ein absolutes Highlight. So haben sich unsere Bemühungen auch diesmal wieder voll gelohnt". Ein Erfolgs-rezept zwischen freundlicher, guter Gastronomie in Verbindung mit anspruchsvoller Kleinkunst scheint somit ein Kassenschlager zu sein,
der sich weiterhin großer Beliebt-
heit erfreut.

zu beherrschen. Trotzdem blieb er locker genug, um die Songs glaubwürdig rüber-zubringen. Den Gesichtszügen des Sängers entsprechend, kam jedes Lächeln der unterschiedlichsten Liedbeiträge beim froh gelaunten Publikum bestens an, was Beifall, Kopfnicken und bejahende Zwischentöne bewiesen. Wenn Micha Müller mit seiner Gitarre, Mundharmonika und vor allem aus-drucksstarker Stimme voll los legte, schien er sich in eine arndere Welt hineinzukatapultieren.

Natürlich gebührt auch Thomas Müller am Keyboard und dem Dresdner Saxophonisten Thomas Petz ein großes Kompliment. Was sie instrumental ohne große Vorprobe hinlegten, war Livemusik vom Feinsten. „Für mich ist das Musizieren mit Micha Müller ein positiver Auftakt, dem weitere, Muggen folgen könnten", schätzte Thomas Petz sachlich ein. Ebenso äußerten sich Leute aus dem Publikum.

werden, ist eine völlig voll besetzte Kultur-mühle nur die logische Schluss-folgerung. Denn beide gehören der Band „Rocket" an. In den ersten beiden Teilen hörte man Oldies und Rock-Klas-siker der sechziger bis neunziger Jahre. Da fühlte sich das zum größten Teil reifere Publikum stark an die eigene Jugend erinnert.

Frontmann mit toller Stimme

Bei Frontmann und Liedsänger Micha Müller ist vom „Älterwerden" überhaupt nichts zu spüren. Wie der 41-Jährige ehemalige Welthits von Bon Jovi, Flade oder Queen gesanglich und instrumental auf der Gitarre wiedergab, war äußerst bemerkenswert. Vor allem in der stimmlichen Interpretation der einzelnen Superhits beeindruckte und überraschte Micha Müller sein Publikum. Fast spielerisch schien er je nach Charakter des entsprechenden Titels die Tonlagen von kratzigen Basstönen bis hinauf zur Kopfstimme

Bischheim. Dass es die Kultur-müller Christian Schydlo und Jens Reuter schon seit gut zwei Jahren verstehen, gutklassige kulturelle Abende der „kleinen Bühne" zu organisieren, hat sich für Kulturinteressierte schon längst über die Grenzen des Westlausitzkreises hinaus herumge-sprochen. So war auch die Freitagabendveranstaltung für alle Beteiligte ein voller Erfolg.

Diesmal stand die Kulturmühle ganz im Zeichen alter Rockklassiker. Wenn dann noch mit Thomas und Micha Müller zwei profilierte Musiker der näheren Umgebung verpflichtet

Artikel: "Sächsischen Zeitung" Anfang April 2005

Gute Gastronomie und Rockmusik